28 Jun

Der Deutscher Rollenspielpreis 2016 Coverposing Wettbewerb

Vorsicht, das hier sind die Bilder des Coverposing-Wettbewerbs 2016! Wer die Bilder aus dem Jahr 2017 sehen möchte, guckt dort. Es handelt sich um eine Rekonstruktion, die nicht alle Bilder enthält (nicht jeder hatte der Veröffentlichung zugestimmt) und leider auch nicht mehr erkennen lässt, wer eigentlich gewann. Das bitte ich zu entschuldigen – oder die Info nachzutragen, wenn man sich daran erinnert. Ich freue mich über Kommentare!

Update

Tobi schreibt mir:

Platz 3: Tobi & Co mit dem Deadlandscover
Platz 2: Masters of Umdaar (Tobi glaubt an die erste Zeile, das kann aber nicht sein – das ist ein Bild mit der Orga und lief außer Konkkurenz. Es muss also das Bild mit dem Pikachu gewesen sein.
Platz 1: Army of Darkness

Der erste Versuch war nicht wertbar…

… aber sehr prominient besetzt. Ein Tiefschlag, der anderen die Scheu nehmen sollte!

Was dann auch gelang…

mit diesem höchst minimalistisch nachgestelltem Tunier!

Noch ein nicht wertbarer Beitrag (da kein Cover)

dafür meisterlich nachgestellt von Nordcon-Orga-Janny!

Stets gerne genommen: DSA

die Dynamik des Covers ist aber sehr schwer einzufangen. Man beachte aber den clever gewählten Baum ganz links!

Sehr populär das CoC Cover. Ob das an der Waffe liegt?

Man beachte auch den gekonnt nachgestellten Lampenschirm. Leider rot statt gelb, was deutlichen Punktabzug bedeutet.

Ich glaube, die Jungs haben gewonnen. Verdient hätten sie es jedenfalls. 2017 dann mit der Reinterpretation mit Metal Heroes wieder ganz vorne dabei!

Die Orga des Nordcon stellt mein Lieblingssystem nach.

Ein DSA Klassiker

Gewagt!

Noch mal CoC!

Noch mal eine Tommygun. Mich überzeugte die Zigarette, ein Nerfdart.

Jollyorc ist hier der Hauptdarsteller, aber ich liebe vor allem die Nachstellung der Totenköpfe.

Noch mal DSA

Die Körperhaltung des Fliehenden ist aber nicht genau genug getroffen worden. PUNKTABZUG!

Indie-Rollenspiel aus Österreich –

die bezaubernde Bella nimmt das minimalistische System mit einer ebenso minimalistischen Darstellung gut auf.

Ich glaube der grüne Drache hat das Cover so attraktiv gemacht, dass es gleich zwei Mal nachgestellt wurde.

Army of Darkness. Natürlich!

Diese Sorte Genderswap war in der Jury schon immer ein Erfolgsgarant.

15 Jun

Laudatio: NIP’AJIN Shots Vol.II

Das Werk mit der Preisstatue

Das Werk mit der Preisfigur

Die Laudatio für Nip’ajin (kurz für Niemand Ist Perfekt, Aber Jeder Irgendwie Nützlich) habe ich selbst gehalten. Das war mir ein besonderes Anliegen, da Markus und mich sein großartiger Einsatz für den Gratisrollenspieltag  verbindet. Markus nutzt den von mir mitveranstalteten Gratisrollenspieltag, um seine Werke zu publizieren – er schreibt selber oder gibt die Texte anderer Autoren heraus, setzt, sorgt für Grafik und Layout, sammelt über Crowdfunding Geld für den Druck und sorgt so dafür, dass im GRT-Paket immer praktische Sachen sind, die am Veranstaltungstag binnen kurzer Zeit gelesen, verstanden und ausprobiert werden können. Um so mehr freut es mich, dass sein Einsatz jetzt auch mit dem Deutschen Rollenspielpreis ausgezeichnet wurde:

Nip’ajin Shots Vol. II (Ludus Leonis)

Der Laudator

Der Laudator

Die Nip’ajin-Reihe ist ein Produkt, das sich schwer einordnen lässt. Hatte sich die Jury des vergangenen Jahres dazu entschlossen, das erste Heft aus der Warte des Regelwerkes zu beurteilen, wollte die aktuelle Jury beim zweiten Heft lieber die Qualitäten als Abenteuermodul(e) bewerten.

Die „Shots“ sind kurze (der Verlag selbst nennt sie „ultrakurze“), szenisch angelegte Abenteuer, die auf nur zwei Seiten alles enthalten, was man für 2 Stunden Spielspaß benötigt – z.B. eine spontane Con-Runde. Dass die ebenfalls knapp gehaltenen Regeln dem Band vorangestellt sind, macht die Hefte ohne weiteres Zubehör nutzbar (von Würfeln einmal abgesehen), doch dieser Aspekt wurde in der Bewertung bewusst ignoriert.

Markus nimmt den Preis entgegen.

Markus nimmt den Preis entgegen.

Die vier (bzw. fünf) Kurzabenteuer, von denen drei über einen Wettbewerb gefunden wurden, überzeugen auch so mit ihrer Varianz an ungewöhnlichen Themen und Genres. Das Robin-Hood-Abenteuer ist noch relativ typisch, während das mystische Japan-Szenario schon auf weniger ausgetretenen Pfaden wandelt. Doch die beiden letzten Shots sprengen auf sehr verschiedene Weisen die Genres: Ein Western-Bankraub leidet unter gleich zwei ungewöhnlichen Komplikationen und ein humoristisches SF-Abenteuer bietet den existenziellen Horror, den Androiden unter drohendem Energiemangel erfahren.
Ein Glanzpunkt des Bandes ist der fünfte Beitrag: ein Solo-Abenteuer mit nur 28 Abschnitten, die auf so clevere Weise miteinander verwoben sind, dass ein verblüffend offenes und lange spielbares Abenteuer entstanden ist.

Abgerundet wird der Band mit einem Leitfaden, der den Leser berät, wie er selbst kurze 2-Stunden-Shots konzipieren kann.

Blick ins Publikum

Blick ins Publikum

Das Heft empfiehlt sich als perfektes Erste-Hilfe-Set für spontane Spielrunden, mit der auch Einsteiger an das Hobby herangeführt werden können.

Auch hier nochmal einen ganz herzlichen Glückwunsch an Markus und die zahlreichen anderen Beteiligten, die dieses Werk ermöglicht haben.

14 Jun

Laudatio: Splittermond Einsteigerbox – Aufbruch ins Abenteuer

Laudator Ingolf

Laudator Ingolf

Die Laudatio für das mit dem Deutschen Rollenspielpreis 2016 ausgezeichneten Grundregelwerk hat Ingolf Tews, Inhaber des Rollenspielladens Atlantis in Hamburg gehalten.

Splittermond – Einsteigerbox (Uhrwerk Verlag)

„Aller guten Dinge sind drei“, heißt es, und für Splittermond bewahrheitet sich dies in besonderer Weise. Es ist schon eine Leistung, in den ersten drei Jahren des Deutschen Rollenspielpreises drei verschiedene Jurys zu überzeugen und einen der Hauptpreise zu erringen.

Uli Lindner nimmt den Preis entgegen

Uli Lindner nimmt den Preis entgegen

Das Ergebnis war zwar knapper als in den letzten Jahren, aber schlussendlich hat die besondere Zusammensetzung und Präsentation der Inhalte der Einsteigerbox den Ausschlag gegeben. In einer Zeit, in der sich die Rollenspielindustrie in der Pflege und Bedienung von Bestandskunden eingerichtet hat, stellt sich Splittermond der Aufgabe, neue Spielerkreise zu erschließen und mit einem inhaltlich anspruchsvollen und didaktisch durchdachten Komplettpaket zu einem Einstieg in das Hobby einzuladen. Dabei wird auf erprobte Mechanismen zurückgegriffen, wie z.B. das Solo-Abenteuer und das Verteilen der Inhalte auf mehrere thematische Hefte. Das Regelwerk wurde sinnvoll gekürzt, um Einsteiger nicht mit Detailregeln und Sonderfällen zu überfordern. Eine Tickleiste, Monster- und Charaktermarker runden das Material mit einer haptischen Note ab, die Brettspielern zu Beginn Halt gibt (bzw. beim Öffnen zunächst „in Sicherheit wiegt“).

Das Objekt der Begierde.

Das Objekt der Begierde.

Die Box ist eine erfreuliche Rückbesinnung und Neuinterpretation der Einsteigerboxen der Frühzeit des Hobbys. Statt sich auf das Allernötigste zu beschränken und den Neukunden schnell zum Neukauf des Hauptregelwerkes zu zwingen, enthält die Splittermond-Box wirklich alles, was man benötigt, um auch eine längere Einstiegsphase zu bespielen. Es gibt vorgefertigte Charaktere (für den Schnellstart) und das abgespeckte System zum Erschaffen eigener Figuren. Es gibt eine vierteilige Kurzkampagne und eine knappe Weltübersicht mit einem Spielleiterteil, der explizit den Entwurf eigener Abenteuer schult.

Kurz: Alles, was unser Hobby braucht, um eine neue Generation von Rollenspielern zu begrüßen!

Anschließend hat Ingolf noch aus seinen Erfahrungen als Inhaber und Betreiber eines Rollenspielladens berichtet. Er erzählte davon, dass er bislang Schwierigkeiten gehabt habe, Kunden ein Produkt zu empfehlen, wenn diese bisher noch gar keinen Kontakt zum Rollenspiel gehabt hätten. Die Splittermond Einsteigerbox sei für diese Fälle genau richtig, weil in einer Schachtel alles zu finden wäre, was zu losspielen nötig sei – ohne das dazu hunderte von Seiten gelesen werden müssten.

Entgegen genommen hat den Preis Uli Lindner, der von seinem Verlagsleiter stellvertretend für alle an Splittermond Mitwirkende auf die Bühne geschickt wurde. Auch hier noch einmal ein ganz herzlicher Glückwunsch!

13 Jun

Die Sieger des Deutschen Rollenspielpreises 2016

Der Deutsche Rollenspielpreis 2016 in der Kategorie Grundregelwerke:
Splittermond Einsteigerbox: Aufbruch ins Abenteuer

Splittermond Einsteigerbox: Aufbruch ins Abenteuer

Splittermond Einsteigerbox: Aufbruch ins Abenteuer

Der Deutsche Rollenspielpreis 2016 in der Kategorie Zubehör:
NIP’AJIN Shots Vol.II

NIP’AJIN Shots Vol.II

NIP’AJIN Shots Vol.II

Ich gratuliere den Siegern und den Werken, die von der Jury auf die Shortlist gewählt wurden: Es war dieses Mal in beiden Kategorien eine Kampfabstimmung nötig, um den Sieger zu bestimmen.

08 Jun

Das Redesign des DRP-Würfelgolems

Vielleicht ist euch das neue Logo links oben aufgefallen. Das stammt von Melanie “Phantagraphie“. Und während Melanie und ich uns online schon etwas länger kennen, so haben wir uns auf der RPC 2016 zum ersten mal persönlich getroffen. Dabei haben wir besprochen, dass wir euch mal zeigen wollen, wie das neue Logo entstanden ist. Ein besonderer Dank geht dabei an die Teilzeitheldin Annika, die den Kontakt vermittelt hat und meiner Entscheidungsfreude auf die Sprünge helfen musste.
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02 Jun

Die Shortlist des Deutschen Rollenspielpreises 2016

Die Jury hat mir die Shortlist des Deutschen Rollenspielpreises 2016 mitgeteilt:

Regelwerk

  • Cthulhu 7: Grundregelwerk (Pegasus)
  • Splittermond: Einsteigerbox (Uhrwerk)
  • Turbo FATE (Uhrwerk)

Erweiterung

  • Nip’ajin Shots Vol.II (Ludus Leonis)
  • Private Eye: Die 7 Abschiedsbriefe des Mr. Pomeroy (Redaktion Phantastik)
  • Shadowrun 5: Sperrzone Boston (Pegasus)

Die Shortlist ist eine erste Auswahl aus den Nominierungen des aktuellen Jahres. Nominiert waren insgesamt 16 Produkte, die Jury hatte also einen schwierigen Job: Nicht nur quantitativ waren hunderte von Seiten zu lesen, sondern es waren auch noch unter sehr guten Produkten die besten auszuwählen.

Parallel wird diesmal die Shortlist im Programmheft des Nordcon veröffentlicht, dass heute online gehen soll – deshalb habe ich mit diesem Beitrag gewartet, obwohl sich die Jury schon letzte Woche entschieden hat.

31 Mai

Mitglied der Jury: Tore

Tore kenne ich seit einigen Jahren als das “Gesicht” des Feencons. Wir sind ja mit der Zombiecalypse (einer großen Schlacht mit Nerf-Blastern) jedes Jahr auf der Feencon, und Tore gelingt es ganz großartig, uns dort höchst willkommen zu heißen und uns das veranstalten zum Genuss zu machen. Dafür fahren wir dann eben auch gerne ein paar Kilometer weiter nach Bonn…

Zudem ist er in der Gilde sehr aktiv und hat für den Verein verschiedene Funktionen übernommen. Das macht ihn zunächst erstmal nicht zu einem Experten für das Rollenspiel als solches (das ist er aber aus ganz eigenen Gründen auch), aber zu jemanden, der einen scharfen Blick für die Bedürfnisse von Spielern und Spielleitern entwickelt hat. Cons organisiert man schließlich, um Rollenspiel zu ermöglichen – niemand weiß besser, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Und kaum jemand hat so viel Gelegenheit für Feedback von Rollenspielrunden wie ein Con-Organisator.

Selfie, mit freundlicher Genehmigung von Tore Herr.

Selfie, mit freundlicher Genehmigung von Tore Herr.

Moin,
ich bin Tore Herr, Nordfriese, 38 Jahre und in Kindheitstagen nach Bonn verschleppt.
Zum Rollenspiel gelangte ich vor langer Zeit durch meinen Bruder, und seitdem ist es ein fester Bestandteil in meinem Leben. Dazu betätige ich mich seit über zwei Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen in der Vereinsarbeit der Gilde, und darüber bin ich zu meinem langjährigen Hobby “Cons organisieren” gekommen. Spieltechnisch bin ich sicherlich der Sparte “Old School” zuzuschlagen, aber meine Neugier treibt mich dazu, zumindest zu versuchen, in alles Neue die Nase mal reinzustecken.”

27 Mai

Mitglied der Jury: Christoph Hardebusch

Wie versprochen geht es weiter mit der Vorstellung der Jury. Harry und Dirk waren schon dran, Andreas und Tore folgen noch.

Christoph Hardebusch

Christoph Hardebusch – Bild mit freundlicher Genehmigung von C. Hardebusch

Christoph Hardebusch veröffentlicht seit zehn Jahren Romane, hauptsächlich in phantastischen Genres, ist aber schon viel länger kreativ im weiten Feld der Rollenspiele unterwegs, war auf so manchem
LARP und besitzt schränkeweise Brettspiele. Neben dem Lesen ist und bleibt Rollenspiel sein wichtigstes Hobby.

Zu seiner Buchreihe “Die Trolle” (der erste Band wurde mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet) hat Christoph zusammen mit Casjen Klosterhuis ein Abenteuerspielbuch herausgebracht, in dem man Abenteuer im Troll-Universum erleben kann.

Sein aktueller Roman ist “Feuerstimmen”, ein Crossmedia-Projekt mit der A Capella Metal-Band Van
Canto. Wie man sehen kann, denkt Christoph viel darüber nach, wie man eine Erzählung durch Interaktion (Abenteuerspielbuch) oder Musik (Crossmedia-Projekt) anders wirken lassen kann – Themen, die jeden Spielleiter durch den Kopf gehen. Aber Christoph hat die Möglichkeiten, das alles mal zu Ende zu denken und daraus tatsächliche Projekte zu machen.

26 Mai

Mitglied der DRP-Jury: Dirk

Wie schon in den Vorjahren ist Dirk Remmecke die Konstante in der Jury.  Er ist seit Anbeginn des Preises dabei und fungiert auch gleich als derjenige, der die Erfahrungen der Vorjahre (wie diskutieren wir, wie legen wir die Ergebnisse ab, wie gewichten wir unsere Stimmen) weitergibt.

dirkBei seinem ersten Einsatz in der Jury hat er sich selbst so vorgestellt:

Ich bin Dirk Remmecke, und darf mich mit meinen 47 Jahren wohl bestenfalls noch geistig jung nennen. Manche kennen mich vielleicht besser als „Dirk vom Laden“, was mein langjähriger Usenet-Handle war, oder als sporadischer Blogger „Mondbuchstaben” Wenn ich in der deutschen RPG-Szene Spuren hinterlassen habe, dann als Mitgründer von H spielt!, und als „Entdecker“ des Films Astrópía, für dessen deutsche (und indirekt auch französische) Ausgabe ich verantwortlich war. Hin und wieder juckt es mich, Artikel und Rezensionen für Magazine zu schreiben, früher Nautilus und Kartefakt, zuletzt das französische Magazin di6dent.

Eigentlich untertreibt Dirk da. Ich weiß von diversen Leuten, dass Hannover – zu Zeiten, als Dirk noch dort den Laden betrieb – eine der wichtigsten Städte für das Rollenspiel in Deutschland war. Große Teile der Szene sind dort überhaupt erst entstanden, viele Protagonisten haben sich dort erstmals kennengelernt. Das darf man nicht unterschätzen. Dirk ist unglaublich belesen und denkt sehr viel über Rollenspiele nach – auch und gerade über Ansätze, die nicht seinem persönlichen Geschmack entsprechen.

FB