14 Mrz

Ein Name für die zweite Kategorie?

 

Wie asri leider völlig richtig anmerkt, gibt es noch keinen brauchbaren Namen für die zweite Kategorie. In die erste Kategorie fallen die „Grundregelwerke“, also solche Produkte die ohne weiteres (Buchmaterial) spielbar sind. Die zweite Kategorie umfasst alles anderen Rollenspiel-Printprodukte, also Abenteuer, Settingbeschreibungen, Waffenkataloge, NSC-Sammlungen usw. Dafür fehlt mir noch ein griffiger Name.

Eure Vorschläge sammle ich hier:

  • Ergänzung/Abenteuer
  • Spielmaterial

Bitte schlagt in den Kommentaren, über die Emailadresse im Impressum, im Tanelorn eure Ideen vor, wie man diese Kategorie nennen könnte.

Den Würfelgolem in der Kategorie … erhält

13 Mrz

Warum ein Jurypreis?

Gestern erklärte ich, warum Moritz und ich einen Rollenspielpreis ins Leben rufen wollten, und welche Hoffnungen wir damit verbinden.

Aber warum nicht einen Publikumspreis? Die Altvorderen waren sich dafür ja auch nicht zu fein!

Einen Publikumspreis gibt es schon, er wird anlässlich der RPC vergeben. Es erscheint mir daher wenig sinnvoll, einen weiteren Publikumspreis zu verleihen. Das hängt auch damit zusammen, welche Form der Zustimmung ein Publikumspreis misst. Eine Befragung der Spieler misst vor allem Popularität, also welches System besonders verbreitet ist: Der DRSP von drosi.de ging deshalb auch in allen Jahren an DSA – keine Überraschung, DSA ist das am weitesten verbreitete Rollenspiel in Deutschland und wird deshalb bei Publikumspreisen immer gewinnen.

Mit dem DRP wollten war aber nicht die Beliebtheit eines Systems oder einzelnen Produktes messen, sondern besonders hochwertige Produkte auszeichnen. Moritz und ich haben dabei darauf verzichtet, der Jury Vorgaben zu machen, was diese als besonders preiswürdig zu empfinden hat – wir vertrauen darauf, dass die Jury sich selbst Regeln geben wird und aufgrund ihrer Vorkenntnisse das beste nominierte Produkt auszeichnen wird. Ich denke, dass ein Oliver Hoffmann, der selbst schon Rollenspiele verlegt hat, eine andere Perspektive einbringt als Mia Steingräber, die als Künstlerin Rollenspiele illustriert, und ein Dirk Remmeke (als ehemaliger Ladenbetreiber) wieder andere Gesichtpunkte sieht, z.B. welche Anforderungen ein neues Produkt erfüllen muss, um im Laden verkäuflich zu sein. Carsten Praefcke hingegen wird hingegen vermutlich die Sicht des Konsumenten vertreten und Timo… da bin ich auch gespannt. Ein Entertainer, der viel Rollenspiel betreibt, der ständig seine Band „vermarktet“ und daher weiß, wie man Fans anspricht, der wird eine ganze eigene Perspektive haben.

Mit anderen Worten: Ein Jurypreis misst andere Dinge als ein Publikumspreis. Deshalb war uns klar, dass wir einen solchen wollten. Das schließt nicht aus, dass wir künftig Publikumselemente einführen (Wahl der Jury, Wertung von Verlagen durch das Publikum, etc), aber 2014 werden wir da sehr gradlinig sein.

12 Mrz

Warum einen Rollenspielpreis?

Der Deutsche Rollenspielpreis (eigentlich müsste es mal wieder Rollenspielpreis für deutschsprachige Produkte lauten, wie Markus (der Österreicher ist) ganz richtig anmerkte, aber das klingt so gewollt) soll eine Kaufempfehlung werden. Mein Vorbild dabei ist das „Spiel des Jahres“ – einer Auszeichnung, der man eigentlich blind vertrauen kann. Ich jedenfalls hab – vielleicht mit Ausnahme von Carcassonne – jedes so ausgezeichnete Spiel gemocht.

Meine Vision für den DRP ist es daher, dass die Rollenspielverlage auf das preisgekrönte Werk einen Aufkleber aufbringen, der auf die Auszeichnung hinweist – Buchverlage machen das jedenfalls so, selbst wenn es sich um eher kleinere Preise handelt, die das Buch gewonnen hat (beim Literaturnobelpreis wird wohl eher eine neue Auflage gestaltet und gedruckt!). Das wäre mein Traum, wenn Leute in den Laden gehen und Bücher deshalb kaufen, weil sie der Empfehlung durch die Jury trauen. Aber hey, das wird wohl jahrelange Arbeit bedeuten, denn die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ gibt es seit 1978, und hat sich ihre aktuelle Bedeutung auch erst erarbeiten müssen. Aber die Menge der Neuerscheinungen scheint jedes Jahr größer, da wird so ein Preis hoffentlich ein wichtiger Wegweiser.

Diese Vorstellung, warum man einen Rollenspielpreis verleihen sollte, ist auch der Grund für die Nominierungsbeschränkungen – der Preis soll an ein Werk gehen, dass man im Buch- und Rollenspielhandel erwerben kann. Deshalb muss zumindest die Möglichkeit bestehen, dass der Händler direkt beim (Klein-)Verlag bestellt, wenn das Buch nicht im Großhandel geführt wird.

Ach ja, ich werde oft gefragt, warum keine PDFs eingereicht werden können. Das hat zwei Gründe: Der offizielle ist, dass PDFs wohl kaum von einer solchen Kaufempfehlung profitieren dürften (wer schon Rollenspiele als PDF kauft, ist doch längst Rollenspieljunkie und kennt sich aus; der von einem Rollenspielpreis geleitete kennt sich nicht aus und möchte im Zweifel eher ein Printprodukt). Der inoffizielle Grund ist, dass ich mich vor der Masse gefürchtet habe. Wie soll eine 5-Mann Jury die PDFs sichten? Die machen das doch nicht Vollzeit! Bei PDFs ist die Hürde so niedrig, dass auch der letzte Heartbreaker eingereicht wird (kost ja nix) – das kann ohne Vorausauswahl keiner leisten. Und für diese Vorauswahl habe ich kein faires Modell gefunden.

 

12 Mrz

Ups. Das sind aber viele Bücher

Ich schieb hier gerade etwas Panik… Ich kriege hier von echt vielen Verlagen gerade Pakete zugeschickt. Und dann darf ich die so aufteilen, dass jedes Jurymitglied ein Paket bekommt. Und das Porto zahlen, das wird nicht billig :)

Ich freue mich jedenfalls über das Vertrauen in Moritz und mich und vor allem in die Jury, dass durch die Nominierungen zum Ausdruck kommt.

11 Mrz

Die Kategorien

Der „Deutsche Rollenspielpreis“ (auch liebevoll Würfelgolem genannt) wird 2014 in zwei Kategorien verliehen. Die erste Kategorie sind „Grundregelwerke“, als Bücher, mit deren Hilfe ein Spiel vollständig gespielt werden kann. Die zweite Kategorie umfasst alle anderen „Bücher“, also etwa Abenteuer, Settingbände, Ausrüstungskataloge etc.

Den Preis können – zumindest im Jahr 2014 – nur Printprodukte erhalten, die über einen Rollenspielhändler bezogen werden können.

10 Mrz

Jury des Deutschen Rollenspielpreises 2014

Der Deutsche Rollenspielpreis ist ein Jurypreis.

Um das ganze möglichst Öffentlichkeitswirksam zu gestalten, haben wir eine außerordentlich *prominente Jury zusammenstellen können:

  • Timo Gleichmann, Frontmann der Mittelalterband Saltatio Mortis, im Jahr 2013 auf Platz 1 der deutschen Albumcharts, und aktiver Rollenspieler, der vor allem für Shadowrun Material veröffentlicht hat.
  • Oliver Hoffmann, Feder & Schwert, Autor von Engel und Mitwirkender an zahlreichen anderen Rollenspielprodukten
  • Mia Steingräber, eine der bekanntesten deutschen Künstlerinnen in Rollenspielbüchern. Sie hat die Wahrnehmung von Rollenspiel entscheidend mitgeprägt.
  • Dirk Remmecke, einst freier Rollenspiel-Journalist, Inhaber eines Rollenspielladens und Mitgründer von H spielt!, hat den Rollenspielfilm Astrópía nach Deutschland gebracht, Microlite20 übersetzt und ist allgemein „Botschafter“ in Sachen Rollenspiel.
  • Carsten Praefcke, Organisator und Veranstalter des Nordcons, des größten unabhängigen und nichtkommerziellen Rollenspielevents mindestens Deutschlands.

Danke an Athair, der durchaus noch Vorzüge der Jury kannte, die mir nicht so bewusst waren. Ich habe den Text mit seinen Infos aus dem Kommentar verbessert.

FB