27 Mai

Mitglied der Jury: Christoph Hardebusch

Wie versprochen geht es weiter mit der Vorstellung der Jury. Harry und Dirk waren schon dran, Andreas und Tore folgen noch.

Christoph Hardebusch

Christoph Hardebusch – Bild mit freundlicher Genehmigung von C. Hardebusch

Christoph Hardebusch veröffentlicht seit zehn Jahren Romane, hauptsächlich in phantastischen Genres, ist aber schon viel länger kreativ im weiten Feld der Rollenspiele unterwegs, war auf so manchem
LARP und besitzt schränkeweise Brettspiele. Neben dem Lesen ist und bleibt Rollenspiel sein wichtigstes Hobby.

Zu seiner Buchreihe „Die Trolle“ (der erste Band wurde mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet) hat Christoph zusammen mit Casjen Klosterhuis ein Abenteuerspielbuch herausgebracht, in dem man Abenteuer im Troll-Universum erleben kann.

Sein aktueller Roman ist „Feuerstimmen“, ein Crossmedia-Projekt mit der A Capella Metal-Band Van
Canto. Wie man sehen kann, denkt Christoph viel darüber nach, wie man eine Erzählung durch Interaktion (Abenteuerspielbuch) oder Musik (Crossmedia-Projekt) anders wirken lassen kann – Themen, die jeden Spielleiter durch den Kopf gehen. Aber Christoph hat die Möglichkeiten, das alles mal zu Ende zu denken und daraus tatsächliche Projekte zu machen.

26 Mai

Mitglied der DRP-Jury: Dirk

Wie schon in den Vorjahren ist Dirk Remmecke die Konstante in der Jury.  Er ist seit Anbeginn des Preises dabei und fungiert auch gleich als derjenige, der die Erfahrungen der Vorjahre (wie diskutieren wir, wie legen wir die Ergebnisse ab, wie gewichten wir unsere Stimmen) weitergibt.

dirkBei seinem ersten Einsatz in der Jury hat er sich selbst so vorgestellt:

Ich bin Dirk Remmecke, und darf mich mit meinen 47 Jahren wohl bestenfalls noch geistig jung nennen. Manche kennen mich vielleicht besser als „Dirk vom Laden“, was mein langjähriger Usenet-Handle war, oder als sporadischer Blogger „Mondbuchstaben“ Wenn ich in der deutschen RPG-Szene Spuren hinterlassen habe, dann als Mitgründer von H spielt!, und als „Entdecker“ des Films Astrópía, für dessen deutsche (und indirekt auch französische) Ausgabe ich verantwortlich war. Hin und wieder juckt es mich, Artikel und Rezensionen für Magazine zu schreiben, früher Nautilus und Kartefakt, zuletzt das französische Magazin di6dent.

Eigentlich untertreibt Dirk da. Ich weiß von diversen Leuten, dass Hannover – zu Zeiten, als Dirk noch dort den Laden betrieb – eine der wichtigsten Städte für das Rollenspiel in Deutschland war. Große Teile der Szene sind dort überhaupt erst entstanden, viele Protagonisten haben sich dort erstmals kennengelernt. Das darf man nicht unterschätzen. Dirk ist unglaublich belesen und denkt sehr viel über Rollenspiele nach – auch und gerade über Ansätze, die nicht seinem persönlichen Geschmack entsprechen.

23 Mai

Mitglied der DRP-Jury: Harry

Ich stelle euch die Mitglieder der Jury des Deutschen Rollenspielpreises 2016 in loser Reihenfolge vor. Ich beginne mit Harry, dem ersten Österreicher in der Jury – er schreibt über sich selbst:

Deutscher Rollenspielpreis, Harry

Harry aus Wien, Mitglied der DRP-Jury 2016

Über 20 Jahre darf ich jetzt schon beruflich junge Menschen und Spätberufene mit dem kreativsten Hobby vertraut machen. Rollenspiel wird immer überraschend bleiben, die Würfel werden das Glück zu etwas wichtigem machen, Spieler werden immer das Unerwartete tun und Spielleiter werden Geschichten immer unterschiedlich erzählen. Unvergessliche Momente werden noch Jahre später am gedanklichen Lagerfeuer erzählt und gemeinsam wird darüber gelacht. Rollenspiel braucht Papier, Bleistift, Würfel. Old School. Und Rollenspiel braucht Menschen die gerne miteinander Zeit verbringen. Zeitlos.

Harry betreibt den vermutlich größten und aktivsten Rollenspielladen Österreichs und (wenn ich mir das so anhöre) des gesamten deutschsprachigen Raums. Er ist derjenige, der immer am Gratisrollenspieltag grantelt, dass wir ihm zu wenig Material schicken…

Man findet ihn hier:

PLANET HARRY Hinterbuchinger KG
A-1060 Wien, Otto-Bauer-Gasse 19/1
Tel.: +43-1-595 55 50
Fax: +43-1-596 37 51
E-Mail: office@planetharry.at
Web: www.planetharry.at
facebook: https://www.facebook.com/planetharry

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag bis Freitag 11.00 bis 19.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 16.00 Uhr

12 Nov

DRP in der Presse

Gestern hat mich ein Photo der Magazinbeilage der Zeitung „Neue Westfälische“ aus Bielefeld erreicht: Im Reich der Rollenspiele, von Oliver Herold.

Deutscher Rollenspielpreis in der "Neue Westfälische"

Deutscher Rollenspielpreis in der „Neue Westfälische“

Das Photo zeigt übrigens Blue Sid mit seinen Splittermond-Regelwerken und Posterkarte. Und im Kasten wird dann (und jetzt freut es mich besonders) darauf hingewiesen, dass Splittermond 2014 und 2015 den Deutschen Rollenspielpreis, „also quasi den Oskar der Szene“ (wörtliches Zitat) erhalten habe.

Yeah!

23 Jun

Der Deutscher Rollenspielpreis Coverposing Wettbewerb 2015

Auch 2015 haben wir auf dem Nordcon den großen „Der Deutsche Rollenspielpreis Coverposing Wettbewerb“ veranstaltet. Dieser Wettbewerb wird anlässlich der Verleihung des DRP veranstaltet (hier die Sieger des DRP2015). Auch diesmal gab es großartige Fotos, die alle von P. Waldfried arrangiert und fotografiert wurden.

Ein weiteres Bild (eine Interpretation des Tharun-Weltenbandes) wurde nur auf dem Nordcon gezeigt – natürlich stellen wir keine Bilder ins Netz, wenn die abgebildeten Personen nicht einverstanden sind. Und wenn man es sich anders überlegt, hilft eine kurze Mail, und wir nehmen das Bild von der Website.

Den Coverposing-Wettbewerb 2014 findet man hier.

19 Jun

Deutscher Rollenspielpreis für Werner Fuchs

Werner Fuchs. Foto von Konrad Lischka.

DSA-Erfinder Werner Fuchs.
Foto von Konrad Lischka.

Bereits am Samstag wurde Werner Fuchs mit dem Deutschen Rollenspielpreis ausgezeichnet. Werner Fuchs ist einer der ersten Rollenspieler in Deutschland und zu einem beträchtlichen Teil dafür verantwortlich, dass sich Rollenspiel als Hobby in Deutschland etabliert hat. Schon 1977 hat er in Düsseldorf den Fantastic Shop, das erste Geschäft für Abenteuerspiele in Deutschland, aufgebaut. Basierend auf diesem Erfolg wurde dann, zusammen mit Ulrich Kiesow und Hans Joachim Alpers, 1983 der Verlag Fantasy Productions gegründet. Diese Firma brachte mit Schwerter und Dämonen eines der ersten deutschsprachigen Rollenspiele heraus und entwickelte Das Schwarze Auge.

Daneben ist Fuchs ein erfolgreicher Herausgeber, Redakteur, Literaturagent und Übersetzer, u.a. für George R. R. Martin, dessen erster Literaturagent er war und den er bis heute vertritt.

Am Samstag berichtete er im Gespräch mit Lena Falkenhagen (die selbst viele Jahre für DSA schrieb und für das Spiel Redakteurin war und ihre Autorenlaufbahn mit DSA-Romanen gestartet hat) von seinen Erfahrungen und beantwortete geduldig die vielen Fragen des Publikums, die sich vor allem auf die Frühzeit von DSA und sein Verhältnis zu George R. R. Martin bezogen. Im Anschluss wurde er mit dem Preis ausgezeichnet.

 

18 Jun

Laudatio: Degenesis Rebirth Premium Edition

Die Laudatio für Degenesis Rebirth Premium Edition, ausgezeichnet mit dem Jurypreis 2015, habe ich selbst gehalten. Dabei habe ich den folgenden Text, den mir die Jury an die Hand gegeben hat, paraphrasiert.

Degenesis – Rebirth Premium Edition (sixmorevodka productions)

Allein mit seinem Erscheinungsbild sprengt Degenesis Rebirth Premium Edition den Rahmen dessen, was in der deutschsprachigen Rollenspiellandschaft üblich ist: Ein wuchtiges Ensemble aus zwei dicken Hardcover-Bänden in einem glänzend weißen Schuber, der stabil genug ist, auch die Apokalypse zu überstehen! Dabei ist die weiße Schlichtheit ein Understatement, denn im Inneren erwartet den Leser eine stilistische Augenweide, die die logische Fortsetzung und Vollendung des durch Endland und Degenesis (1. Edition) vorgelegten grafischen Kanons ist.

Marko Djurdjevic und Christian Günther haben eine künstlerische Vision und verfolgen sie mit geradezu brutaler Konsequenz – die behandelten Themen und expliziten Darstellungen sind nichts für schwache Nerven. Und dann wieder überrascht das Werk mit sensiblen und grazilen Illustrationen von spielenden Kindern und Alltagssituationen, die unterstreichen: auch nach der Apokalypse geht das Leben weiter!

Die beiden Bücher sind (in vielerlei Hinsicht) schwere Kost, doch die Jury war sich sofort einig, Degenesis Rebirth Edition für einen Jury-Sonderpreis für herausragende künstlerische Vision und Produktionsqualität vorzuschlagen!

Um kurz zu zeigen, warum dieses Buch die Jury so beeindruckt hat:

degenesis-rebirth-Deutscher Rollenspielpreis 2015 degenesis-rebirth-premium-edition (1) degenesis-rebirth-premium-edition (2) degenesis-rebirth-premium-edition

17 Jun

Laudatio: Night’s Watch – Die Nachtwache

Deutscher Rollenspielpreis 2015 - Verleihung Nachtwache

Lena Falkenhagen überreicht den Deutschen Rollenspielpreis 2015 an Peer Lagerpusch, der den Preis für den Mantikore-Verlag entgegen nahm.

Die Laudatio, die Lena Falkenhagen anlässlich der Verleihung des Deutschen Rollenspielpreises 2015 in der Kategorie „Zubehör“ an Night’s Watch – Die Nachtwache gehalten hat, veröffentliche ich mit freundlicher Zustimmung der Jury:

Das Lied von Eis und Feuer – Night’s Watch – Die Nachtwache (Mantikor Verlag)

Dieser Tage kommt man als Fantasy-Fan an dem Phänomen Game of Thrones nicht vorbei. Doch es ist beileibe nicht die mediale Omnipräsenz, die Night’s Watch zum Sieger werden ließ. Das Quellenbuch zur Nachtwache hat in der Jury sogar die Zweifler und Verächter des Martin’schen Oevres überzeugen können.

Die Nachtwache ist ein moderner Vertreter eines geradezu klassischen Rollenspielthemas – eine Festung im Grenzland – und erinnert damit an die Frühzeit des Rollenspiels in Deutschland. Doch es zeigt gleichzeitig, wie sehr sich die Abenteuerformate geändert haben.

Die Mauer, die Schwarze Festung und die Ländereien südlich und nördlich der Mauer sind sehr abenteuertaugliche Orte, die eine Vielzahl von verschiedenen Kampagnenmodellen bedienen. Von Erkundungsmissionen in lebensfeindliche und monsterbevölkerte Regionen über persönliche Dramen bis zu fintenreichen Intrigen zwischen den politischen Kräften, die ihren Einfluss auf die Nachtwache geltend machen wollen, bietet das Buch reichlich Ausgangsmaterial für sowohl klassisch-explorative wie diplomatische Szenarien. Es meistert den Spagat, eine Region zu beschreiben, die in der Buchvorlage noch gar nicht „fertig“ erklärt wurde, und trotzdem vollständig nutzbar zu sein.

Neben einem geschichtlichen Abriss der Nachtwache und der Beschreibung ihrer Hierarchien und Aufgaben enthält der Text in jedem Kapitel auch konkrete Abenteuervorschläge. Die Beschreibungen von Orten, Legenden und Personen sind also nicht nur enzyklopädischer Selbstzweck, sondern auf konkrete Nutzbarkeit am Spieltisch ausgerichtet. Von Abenteuer-Vignetten („Patrouillen“) über grobe Handlungsideen bis zu Szenarien bietet der Band 22 Anwendungsbeispiele in unterschiedlichen Graden der Ausarbeitung – zusätzlich zu allen Anregungen, die Spielleiter aus den Schauplatzbeschreibungen selbst ziehen und entwickeln.

Night’s Watch – Die Nachtwache überzeugte die Jury nicht nur inhaltlich, sondern auch als Modell für gelungenes, praxisorientiertes Quellenbuchdesign.