26 Jun

Die Bilder vom Coverposing Wettbewerb

Wie jedes Jahr präsentierte der Deutsche Rollenspielpreis den großen Coverposing Wettbewerb. Ziel ist es, ein Rollenspielcover auf möglichst unterhaltsame Art nachzustellen, und dabei das Motiv, die Perspektive, den Gesichtsausdruck etc. möglichst gut gerecht zu werden.

Midgard: Waeland

Das erste Bild wurde von einer gewieften Crew nachgestellt, die als einzige auf der Website gelesen hatte, dass es angesichts der Auszeichnung von Elsa und Jürgen Franke einen Sonderpreis für ein Midgard Cover geben würde.

von Olaf Möhle , Stephanie Lammers, Jürgen E. Franke, Pegasus Spiele, 1997

Und stellte es gleich gekonnt nach!

Pulp Cthulhu

Wir hatten vermutet, dass das „Pulp Cthulhu“ zu schwierig zum nachstellen sein würde. Aber da es auf der Shortlist für den DRP 2019 steht, haben wir es ausgelegt. Und es wurde versucht!

Pulp Cthulhu, Pegasus Press, 2018

Hier ein Soloversuch…

…bei dem die Preisfigur die Freiheitsstatue, ein Häschen den Vernichter der Welten gab.

Was macht das Häschen mit dem Würfelgolem?

Und hier als Gruppenbild:

Auch hier spannende Details:

Die Fackel ist ein frisch zu diesem Zweck erworbenes Eis, der liebevolle Pappkranz, die Augen, der kunstvoll improvisierte Flieger…

Shadowrun: Datapuls Hamburg

Der Nordcon findet in Hamburg statt, also hatten wir auch das Cover von Shadowrun: Datapuls Hamburg dabei. Schwierig, oder?

Shadowrun: Datapuls Hamburg, Pegasus Spiele, 2018

Aber wir üben mit unseren Leuten ja schon seit Jahren, also gibt es gute Versuche!

Ein toller Versuch!

Mit dem Pegasus Press Logo!

Und der Werbung!

Aber dabei blieb es nicht, auch hier gab es einen Einzelkämpfer!

Es war ein eher unfreiwilliger Einzelkämpfer, denn seine beiden Begleiterinnen fanden unseren Wettbewerb (zutreffend erkannt) albern. Aber unser Held setzt sich über soetwas hinweg – Respekt von uns!

Seelenfänger: Täuscherland

Noch wusste keiner, dass Täuscherland in der Kategorie Zubehör siegen würde. Aber das Cover konnte auch hier überzeugen:

Als Einzelkämpferin angetreten, fanden sich aber schnell improvisierenden Mitstreiter, damit sie nicht alleine in der Kugel sitzen muss…

Aber die Konkurrenz war groß:

Hier gefiel uns die Zunge und das genauere Nachempfinden der Perspektive. Aber wenn man denkt, es geht nicht mehr besser:

Das Nordconcaterin hat sehr großzügig mit Alu- und Frischhaltefolie unterstützt…

Itras By

Itras By, Sieger in der Kategorie Grundregelwerke, war ebenfalls ein populäres Cover:

Itras By, Pro Indie, 2019

Mit einem Turm vom Tabletop-Verkaufsstand neben an geht es gleich zu Sache:

Aber auch hier gab es Konkurrenz:

Der Hut war eine Leihgabe des Konkurrenzteams (sehr sportlich!)!

Und jetzt die Sieger:

Midgard-Sonderpreis: Tina und die Bären

Platz 3: Lukas

Mit zusätzlicher Auszeichnung für besonderen Mut im Angesicht des anderen Geschlechts.

Platz 2: Die Poser

Platz 1, 3 und 4 hatten sie ja schon…

Platz 1: Nerdlicht

Wie gewohnt konnten sich die Sieger mit Buchpreisen (ein Buch pro anwesendem Teammitglied) ausstatten, die der Deutsche Rollenspielpreis zur Verfügung gestellt hat.

Und wer das ganze kunstvoll vorgetragen sehen möchte:


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25 Jun

Laudatio: Sonderpreis für das Lebenswerk

Thomas Römer, Rollenspielregeldesigner, -autor und -redakteur (DSA, Shadowrun, Splittermond) hielt die Laudatio auf Elsa und Jürgen Franke:

Elsa und Jürgen Franke bei der Verleihung des Deutschen Rollenspielpreis

Ich bin ja ein Rollenspieler der zweiten Generation. 1984, als ich mit dem Rollenspiel begann, ist zwar auch schon eine Zeit lang her, aber es gibt doch etliche Leute, die in Deutschland schon vorher gespielt haben, und der diesjährige Deutsche Rollenspielpreis geht an zwei Personen, die nicht nur bereits seit Mitte der Siebziger dem Hobby verbunden, sondern ihm über die Jahrzehnte auch treu geblieben sind.

Elsa und Jürgen Franke traten 1973 dem FOLLOW bei, der „Fellowship of the Lords of the Lands of Wonder“ , dem 1966 gegründeten Club der Freundinnen von Fantasy-Literatur, fantastischen Welten und fantastischem Spiel. Letzteres, unter dem Namen Das Ewige Spiel, fand auf der Welt Magira statt, einer phantasievollen Spiegelung irdischer Kulturen, und war (und ist) ein Diplomatie- und Strategiespiel, das auf den FOLLOW-Treffen, den Festen der Fantasie, ausgespielt wird, das aber auch Briefspiel-Komponenten beinhaltet. Auf einem jener FdFs lernten die Frankes – beim Ewigen Spiel und im FOLLOW mittlerweile als Schlangen-Clan und Provinz Erainn aktiv – 1976 dann Dungeons & Dragons kennen und spielen. Die FdF-D&D-Runde 1977 gilt dabei als die erste deutschsprachige Rollenspielrunde (und man rätselt noch, ob es vielleicht überhaupt die erste Spielrunde auf deutschem Boden war).

Kurze Zeit lernte man das brandneue „Empires of the Petal Throne“ kennen, das auf M.A.R. Barkers beeindruckend detailliert ausgearbeiteter Welt Tékumel basierte. Und wie es in der Rollenspielszene seit Generationen (hüstel) so üblich ist, war der nächste Schritt, der zum „Homebrew“, zur auf die eigene Spielgruppe angepassten System und Hintergrund. Zuerst in der quasi-legendären Frankeschen Silvesterrunde 1977/78, wo sich bereits auf der Basis der Regelkerne von EPT und D&D deutliche eigene Anklänge an Magira und das spätere Midgard zeigten, schließlich 1978 in Jürgen E. Frankes knapp 100-seitigem eigenen Regelsatz „Empires of Magira“, welches auch für Außenstehende das Spiel auf Magira ermöglichte. (Dass man damals die fürs Spiel benötigten Würfelsysteme danach designte, welche Würfel man überhaupt im deutschsprachigen Raum beschaffen konnte, sei hier nur am Rande erwähnt.)

Nach einigen Umstellungen bei FOLLOW kam es 1978 zur Gründung des Clubs für Fantasy- und Simulationsspiele, der nicht nur die komplexeren Brettspiele jener Zeit auf seinen Cons bekanntmachte und förderte, sondern auch Rollenspiele wie D&D und Traveller, vor allem aber das Haussystem Empires of Magira, das bald unter Midgard firmieren sollte. Als „offizielles“ Geburtsjahr Midgards gilt allgemein das Jahr 1981, als die ersten Hefte „Midgard 1“ und „Midgard 2“ über die Club-Kreise hinaus der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Midgard-Hauspostille „Gildenbrief“ ist nur unwesentlich älter, ebenso die als CFS-Magazin gegründete „Mythos“, die später (bis 1992) als SPIELWELT eine der Säulen der deutschen Rollenspielmagazin-Landschaft bildete. Herausgegeben wurden die Spiele von Elsa Frankes Verlag für Fantasy- und SF-Spiele, für den Jürgen Franke als Autor, Lektor und Designer von Midgard verantwortlich zeichnete. Echte Verbreitung erreichten schließlich 1985 die A4-Softcover „Midgard – Das Fantasy-Rollenspiel“ und „Midgard – Welt der Abenteuer“, die sich durchaus gegen die 1984 erschienenen Marktgiganten DSA und D&D behaupten konnten. Mit der 1989er Ausgabe bei Klee Spiele – die aus lizenzrechtlichen Gründen auch die endgültiger Trennung von Magira markiert – und der 2001er Version bei Pegasus wurden neue Vertriebswege beschritten, die garantierten, dass Midgard eine durchgehende Präsenz in der deutschen Rollenspielszene zeigte. Dazu gehört auch die Einsteiger-Version Runenklingen.

Dass Midgard noch in der Szene beliebt ist, sieht man nicht nur an der aktuellen fünften Edition (2013) – die den Geist des Systems beibehalten, aber spielfreundliche Neuerungen eingeführt hat –, sondern auch an der lebendigen Con-Szene. Und bei beidem sind Elsa und Jürgen Franke als Verlagsleiterin und Chefdesigner immer noch aktiv beteiligt. Und das alles sind mehr als genug Gründe, den beiden, die zum erlesenen Kreis der langjährigsten Rollenspielerinnen gehören, diese Auszeichnung zu verleihen.

Thomas Römer

Elsa und Jürgen Franke entwickelten das erste in Deutschland geschaffene Rollenspiel Midgard, welches heute in der aktuellen fünften Auflage vorliegt. Dazu 13,5 Regionalbände und eine hohe zweistellige Zahl von Abenteuern. Dazu sind 63 Ausgaben der Zeitschrift „Gildenbrief“ entstanden, in der nicht nur Fanmaterial veröffentlicht wurde.

Thomas Römer dankt fantasyguide.de, aus deren Midgard-Special zum Erscheinen von Midgard 4 viele der biographischen Angaben stammen. Einige Angaben sind hier deutlich verkürzt wiedergegeben – ein Blick in das genannte Special lohnt allemal.

Der Veranstalter empfiehlt zudem einen Blick auf unsere Aufzeichnung des von Lena Falkenhagen geführten Interviews mit den Preisträgern, dass der Deutsche Rollenspielpreis auf dem Nordcon präsentierte.
Zudem hat der Eskapodcast, der es auf die Shortlist für das beste Audio-Format 2019 geschafft hat, ein höchst hörenswertes Interview mit den Preisträgern aufgezeichnet.

21 Jun

Laudatio: Täuscherland

Laudatorin Calin Noell sagte über den besten Ergänzungband des Jahres 2019:

Täuscherland war für die Jury die Überraschung unter den Zusatzbänden.

Täuscherland ist ein Settingband zum Rollenspiel Seelenfänger, das in der Redaktion Phantastik erschienen ist. Verlag und Autor Jörg Köster haben hier ein stimmiges, auf eine bitter-düstere Atmosphäre fokussiertes Setting herausgegeben.

Das Täuscherland hat Könige fallen und Armeen sterben sehen, ganze Familien sind vom Krieg gezeichnet. Eine Flucht ist unmöglich, denn geisterhafter Nebel hüllt das Land ein. Darin treiben rastlose Seelen ihr Unwesen.

Im Spiel dreht sich vieles um Seelen – um das Fangen derselben, um das Seelenheil Verlorener, aber auch das der Charaktere. Das Spiel fordert weltimmanent zu Rollenspiel mit Intrigen, Verrat und doppeltem Boden auf und lässt trotzdem andere Spaßquellen nicht in Vergessenheit geraten.

Täuscherland wurde mit Grafiken und Kartenausschnitten illustriert, die sowohl Spielgefühl und Kultur hervorheben wie auch die Atmosphäre hervorragend betonen. Die doppelseitigen Kapiteleinleitungs-Illustrationen erzeugen einen „Wow-Effekt“, der Maßstäbe setzt.

Der Inhalt ist intensiv mit FATE Core als System verheiratet und mit Anpassungen ergänzt, die das Spielthema und den Erzählschwerpunkt hervorragend unterstützen.

Seelenfänger – Täuscherland, Setting- und Regelband zu Fate-Core, Redaktion Phantastik 2018

Reich bebilderte Hardcoverausgabe mit großer Poster-Landkarte von Täuscherland in DIN A 2 und Lesebändchen, 49,95 €

ISBN: 978-3-946759-06-5

20 Jun

Laudatio: Itras By

Laudatorin Lena Falkenhagen würdigte den Sieger in der Kategorie „Grundregelwerke“:

Wie kein anderes Rollenspiel in der diesjährigen Auswahl fällt der Indie-Titel „Itras By“ aus dem Rahmen. Mittels bildhaft geschriebener Texte und skurriler Illustrationen gestalten die Autoren ein Setting, das irgendwo zwischen dem Stadtleben der 20er Jahre und den Traumwelten der Tiefenpsychologie liegt. 

Keiner der Juroren hätte gedacht, dass man den Kern surrealistischer Erzählungen und anderer Kunst tatsächlich in einem Rollenspiel einfangen kann. „Itras by“ beweist auf beeindruckende Weise das Gegenteil. Wunderhübsch illustriert führt es den Leser und Spieler in die faszinierende Stadt der Traumgöttin Itra und lässt ihn bizarre, traumartige Abenteuer erleben. 

Bei „Itras By“ kann einfach alles passieren und das auf Entscheidungskarten basierende Regelsystem setzt dieses Prinzip spielmechanisch gekonnt um. Die Entscheidungs- und Zufallskarten machen Lust darauf, fernab vom Fantasy- oder Horror-Mainstream die Grenzen der eigenen Phantasie auszutesten und zu erweitern. 
Gerade deshalb stellt Itras By durch seine schlanken, aufs Erzählen fokussierten Regeln auch für Neulinge ins Rollenspiel einen guten Einstieg dar, die hier Rollenspiel lernen, ohne, dass ihrer Phantasie Grenzen oder gar ein enger Rahmen gesetzt würde.  

Wer braucht schon fantastischen Realismus, wenn er derart fantastischen Surrealismus haben kann? Ein großer Dank an ProIndie, dass sie dieses skandinavische Juwel ins Deutsche übersetzt haben!

Itras By

Itras By, von Ole Peder Giæver und Martin Bull Gudmundsen, übersetzt von Esther Lewit, Pro Indie, 2019

ISBN: 978-3982065205

29 Mai

Unsere Programmpunkte auf dem Nordcon!

Dieses Jahr präsentiert der Deutsche Rollenspielpreis auf dem Nordcon:

  • Am Sonntag, ab 13.00 Uhr: Pioniere der RPG-Szene
    Unter dem Titel „DRP präsentiert… Elsa und Jürgen Franke im Interview“ stehen die vermutlich ersten Rollenspielenden Deutschlands, die ihre selbsterschaffenen Rollenspiele seit 1978 bis heute stetig weiterenwickeln, Lena Falkenhagen, Rollenspiel-, Roman- und Gamesautorin, Rede und Antwort über ihr Lebenswerk und geben einen Einblick in die Eigendynamik der Midgard-Szene.
  • Am Sonntag, ab 14:00 Uhr: Coverposing Wettbewerb
    Wie jedes Jahr veranstalten wir wieder den „beliebten“ Coverposing Wettbewerb! Es geht darum, ein selbst gewähltes Rollenspielcover nachzustellen. Schnapp dir deine Freunde, improvisiere deine Ausrüstung, und versuche dann die Positionen möglichst genau so einzunehmen, wie auf dem Cover. Die besten gewinnen Rollenspielbücher als Preise – die anderen viele Lacher!
    Dieses Jahr mit Sonderpreis für das beste Midgard-Cover!
  • Am Sonntag, ab 18.00 Uhr ist die Abschlussveranstaltung
    Wie gewohnt findet im Rahmen der Abschlussveranstaltung nicht nur die Siegerkür des Coverposing-Wettbewerbs statt, sondern auch die Verleihung des Deutschen Rollenspielpreises – erstmals mit der Kategorie Online!
23 Mai

Longlist der Kategorie „Onlineformate“

Die Longlist ist eine Aufzählung der Nominierten, bereinigt um unzulässige (Verstoß gegen die Nominierungsbedingungen) und offensichtlich ungeeignete (z.B. kaum verständlicher Podcast) Kandidaten. Eine solche Longlist veröffentlicht der Deutsche Rollenspielpreis nur für die Kategorie Onlineformate.

Die Reihenfolge der Nennung ist alphabetisch, sie stellt keine Wertung dar.

Audio

Video

Text

28 Apr

FAQ zur Kategorie Onlineformate

Ich möchte ein Fanzine nominieren. Geht das analog zum Beispiel mit dem Podcast?

Ja, die Nominierung würde analog funktionieren. Ihr würdet also z.B. eine Ausgabe eures Zines benennen, die die Jury dann als Maßstab nehmen würde. Das schließt nicht aus, dass sie sich andere Ausgaben auch ansehen, um ein Gefühl für die allgemeine Qualität des Angebots zu haben… aber niemand kann alles Lesen, deshalb wird die nominierte Ausgabe im Mittelpunkt stehen.

Muss die Folge meines Vidcasts, den ich gerne nominieren würde, im Nominierungszeitraum (wie bei den anderen Kategorien) veröffentlicht worden sein?

Im Jahr 2019 ist das ausnahmsweise nicht der Fall, da die Kategorie neu ist. Ab 2020 ändert sich das.

Muss man sich selbst nominieren?

Ja. Eine Nominierung ohne Zustimmung des Betreibers des nominierten Onlineangebots erfolgt nicht. Dieser hat auch das letzte Wort darüber, welche Ausgabe/Folge/Blogpost etc. der Jury als beispielhaft für das Angebot vorgelegt wird.

24 Apr

Neue Kategorie beim Deutschen Rollenspielpreis: Onlineformate

Im Jahr 2019 zeichnet der Deutsche Rollenspielpreis Onlineformate wie Lets-Plays, Podcasts, Video-Kanäle, Websites, etc. in einer eigenen Kategorie aus. Nicht nominierbar sind:

  • reine Infrastrukturangebote wie Foren oder Online-Spieleplattformen und
  • unmittelbare Parallelen zu den anderen Kategorien (wie etwa statische PDF, die Grundregelwerke oder Ergänzungsbände enthalten oder ersetzen).

Bewertet werden neben dem Inhalt auch – je nach gewähltem Medium – die Darbietung bzw. Produktionsqualität.

Zur Nominierung wählt der Nominierende ein Teilstück (z.B. eine Folge eines Podcasts oder ein konkretes Video) aus, dass er stellvertretend für das Gesamtwerk hält. Wenn dieses Teilstück nicht öffentlich zugänglich ist, muss es für mindestens 6 Personen zugänglich gemacht werden.

Das Procedere unterscheidet sich insoweit von den übrigen Kategorien, als das der Veranstalter bei einer großen Zahl von Nominierungen eine Vorauswahl (Longlist) trifft, aus der die Jury die Shortlist und den Preisträger wählt.

Zur Nominierung bitte Kontakt mit orga at deutscher-rollenspielpreis punkt de aufnehmen.

24 Apr

Auslobung des Deutschen Rollenspielpreises 2019

Im Juni 2019 wird – wie schon die letzten Jahre – der

Deutsche Rollenspielpreis

verliehen.

Interessierte Verlage sind zur Nominierung aufgefordert. Details bitte ich per Email zu erfragen: orga (bei) deutscher-rollenspielpreis . de

Die Nominierungsfrist endet am 06. Mai 2019. Nominieren können Sie wieder in den Kategorien „Grundregelwerk“ und „Erweiterungsbände“.

Der Nominierungszeitraum ist – wie letztes Jahr angekündigt – jetzt immer von „Gratisrollenspieltag bis Gratisrollenspieltag“ – also vom Folgetag des GRT 2018 bis zum GRT 2019. Nominierungsfähig sind daher nur Produkte, die in (Papier-)Buchform im Zeitraum 24. Februar 2018 bis zum 23. März 2019 (erst-)ver­öffentlicht wurden. Neuauflagen sind nur dann nominierbar, wenn Sie relevante inhaltliche Änderungen erfahren haben. Neu- und Nachdrucke sind also keine Erstveröffentlichungen in diesem Sinn. Bei Zweifeln sprechen Sie mich bitte an, die abschließende Entscheidung trifft die Jury.

Der Preis wird wie in den Vorjahren auf dem Nordcon im Rahmen der Abschluss­veranstaltung verliehen.

Die Jury des DRP 2019 setzt sich zusammen aus:

  • Lena Falkenhagen, ehemalige DSA-Redakteurin und -autorin, ist Schriftstellerin mit zahlreichen Ver­öffentlichungen aus den Bereichen Fantasy, Sci-Fi und Historien­roman und sowie Narrative Designer diverser Computerrollenspiele,
  • Mit Dominic Hladek verbindet man eine umfangreiche Liste von Veröffentlichungen zu zahlreichen Rollenspielsystemen, u.a. DSA, Call of Cthulhu, Space: 1889 und Fate. Eine vermutlich unvollständige, trotzdem außerordentlich beeindruckende Übersicht bietet die Wiki Aventurica,
  • Christoph Laurer, Gamewriter (u.a. der „Anno“- Reihe), Fernsehredakteuer und sehr narrativer Rollenspieler,
  • Frank Milkereit ist Betreiber des größten deutschen verlagsunab­hängigen Rollenspielforums Tanelorn.net und
  • Carsten Pohl, Rollenspiel-Autor, insbesondere für Call of Cthulhu sowie Podcaster beim Escapodcast (angefragt).

Das Prozedere sieht wie folgt aus:

  • Nominierung durch den Verlag,
  • die Nominierungen bleibt vertraulich,
  • Veröffentlichung einer Shortlist vor dem Nordcon,
  • Bekanntmachung der Sieger auf dem Nordcon.

Damit bleibt das Verfahren gegenüber den Vorjahren unverändert, da ich insoweit überwiegend positive Rückmeldungen erhalten habe.

30 Okt

Deutscher Rollenspielpreis für Orkenspalter TV

Mháire und der Würfelgolem

Eigentlich wird der Deutsche Rollenspielpreis ja auf dem Nordcon verliehen, und der ist ja auch schon etwas her. Aber was machen wir, wenn der oder die Preisträger gar nicht auf dem Nordcon sind?

Da es um einen Sonderpreis geht, haben wir gewartet… weil wir gedacht haben, dass wir den Preisträgern bestimmt bei nächster Gelegenheit über den Weg laufen. Wären wir auch. Aber das Schicksal hatte andere Pläne und hielt uns auf Distanz. Jetzt endlich haben wir Orkenspalter TV getroffen und konnten den Preis samt der Statue übergeben.

Der Sonderpreis des Deutschen Rollenspielpreises geht an Orkenspalter TV für großartige Leistungen im Bereich der Videoberichterstattung zum deutschsprachigen Rollenspiel. Seit 2009 gelingt es dem Team um Mháire und Nico verlagsübergreifend technisch und inhaltlich sehr professionelle Videos zu Rollenspielprodukten, -conventions,  -themen und -streitfragen zu produzieren und so eine Dimension der Berichterstattung zu schaffen, die dem sonst textlastigen Hobby fehlte. Zudem hat Orkenspalter TV schon früh vollständig aufgezeichnete Rollenspielsitzungen online gestellt. Gerade die actual plays/Let’s plays haben vielen Nutzern den Weg zum Rollenspiel gewiesen.

Mháire und der Würfelgolem

Wir gratulieren den Pionieren dieses Mediums, die inzwischen kaum noch aus der Szene wegzudenken sind. Sie haben die Autoren und Künstler, Verleger und Redakteure, Converanstalter und Szenegrößen interviewt, von Rollenspielsystemen berichtet und Videos zu allen Facetten des Hobby gemacht. Ohne Orkenspalter TV wäre eine Dimension des Rollenspiels nicht erschlossen worden.

Mháire Stritter hat den Preis stellvertretend für das ganze Team entgegen genommen; wir hatten den Eindruck, dass sie und der Würfelgolem schnell beste Freunde wurden…

 

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