16 Jun

Laudatio: Splittermond – Regelwerk

Deutscher Rollenspielpreis 2015 - Verleihung Splittermond

Patric Götz, Verlagsleiter des Uhrwerk Verlages, nimmt den Deutschen Rollenspielpreis 2015 für Splittermond – Regelwerk entgegen. Links daneben: Tom Finn, der die Laudatio gehalten hat.

Mit freundlicher Zustimmung des Laudatoren Tom Finn und der Jury veröffentliche ich die Laudatio, die Tom anlässlich der Verleihung des Deutschen Rollenspielpreises 2015 in der Kategorie „Grundregelwerke“ an Splittermond – Regelwerk gehalten hat:

Splittermond – Die Regeln (Uhrwerk Verlag)

Im Premierenjahr des Deutschen Rollenspielpreises hat schon die Weltbeschreibung Lorakis‘ den Preis als bestes Zubehör gewonnen. Jetzt im Folgejahr hat auch das dazugehörige Rollenspiel den Preis als bestes Regelwerk errungen. Diese Konsequenz lässt erahnen, dass es dem Uhrwerk Verlag gelungen ist, den Grundstein für eine Reihe zu legen, die das deutsche Rollenspiel für viele Jahre begleiten wird.

Splittermond steuert inhaltlich etwas gegen den Strom, lacht es doch der in Deutschland sonst so populären „Dark Fantasy“ farbenfroh ins Gesicht. Grafisch ist es die Technicolor-Antwort auf unheilschwere Albino-Prinzen und straßenstaubverdreckte Rattenfänger.

Dabei bleibt Splittermond trotzdem fest in der Tradition des deutschen Rollenspiels verankert, setzt es doch in Gestaltung und Duktus ganz auf den durch Midgard und DSA etablierten „phantastischen Realismus“. Es ist eine behutsame Modernisierung bewährter Regelprinzipien, die in ihrer Neukombination und Erweiterung durch eigene Ideen mehr als die Summe der Einzelteile darstellt. Mit dem Ticksystem bietet der Kampf ein grundlegend anderes Spielgefühl und bereichert den deutschen Fantasy-Mainstream um eine Kampfsystem-Variante.

Das Regelbuch ist ein Einzelband, der – höchst erfreulich und spielerfreundlich – ein komplettes, spielbares System mit Charakterbau, Grundregeln, Spielleiterregeln und -tipps, sowie Gegnern und einem 33-seitigen Überblick der Kampagnenwelt enthält. Der Spieler benötigt also theoretisch nicht mehr als dieses eine Buch, um viele Jahre an Spielspaß zu erleben.

Das mitgelieferte Spielmaterial – Posterkarten im Format A1 und A2, eine „Tickleiste“ als Visualisierung des Initiative-Systems, sowie eine kleinere Kontinent-Karte als Vorsatzpapier – ist sehr auf Spielbarkeit ausgerichtet. Das Vorsatzpapier enthält z.B. keinerlei Ortsnamen, was es dem Spielleiter ermöglicht, die Welt zu individualisieren und Orte eigener Schöpfung oder aus anderen Spielen hinzuzufügen.

Das Sahnehäubchen an Spielerfreundlichkeit ist das Angebot des Verlages, das Regelbuch ungekürzt und kostenlos als PDF herunterladen zu können, um es bereits vor dem Kauf auf Herz und Nieren zu testen.

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